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Ich glaube an das Gebet (Pater Andrea Gasparino)

Ich glaube, dass das Gebet nicht alles ist, sondern dass alles mit dem Gebet beginnen muss: weil die menschliche Vernunft zu begrenzt und der Wille des Menschen zu schwach ist; weil der Mensch, der ohne Gott handelt, niemals sein Bestes gibt.

Ich glaube, dass Jesus Christus uns mit dem „Vaterunser“ lehren wollte, dass das Gebet Liebe ist.

Ich glaube, dass das Gebet keine Worte braucht, weil die Liebe keine Worte braucht.

Ich glaube, dass wir beten können, indem wir schweigen, leiden und arbeiten, aber das Schweigen ist nur dann Gebet, wenn wir lieben, das Leiden ist nur dann Gebet, wenn wir lieben, die Arbeit ist nur dann Gebet, wenn wir lieben.

Ich glaube, dass wir nie genau wissen werden, ob das, was wir tun, wirklich Gebet ist oder nicht, aber es gibt einen unfehlbaren Test des Gebets: wenn wir in der Liebe wachsen, wenn wir in der Abkehr vom Bösen wachsen, wenn wir in der Treue zum Willen Gottes wachsen.

Ich glaube, dass nur derjenige beten lernt, der lernt, vor Gott zu schweigen.

Ich glaube, dass nur derjenige beten lernt, der lernt, dem Schweigen Gottes standzuhalten.

Ich glaube, dass wir jeden Tag den Herrn um die Gabe des Gebets bitten müssen, denn wer beten lernt, lernt zu leben.

(Pater Gasparino)

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foto Città dei Ragazzi

Padre Andrea Gasparino
7 aprile 1923 – 26 settembre 2010)
ha fondato a Cuneo (Italia) il
Movimento Contemplativo Missionario Charles de Foucauld
www.centromissionario.org tel. 0171 491263  

Questo articolo è pubblicato con il loro consenso.

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