
Man sagt, die Liebe fällt, wohin sie will. Was ist nun, wenn ich mich in jemanden verliebe, der schon gebunden ist? Ist mein eigenes Glück nicht wichtiger als die gesellschaftlichen Spielregeln?
Die Liebe ist wahr, wenn ich ein freies und freudiges „Ja“ zu dem sagen kann, der mich anzieht. Wenn man sich in eine verheiratete Person verliebt, ist es besser, die Verliebtheit nicht zur Leidenschaft werden zu lassen. Die Liebe ist kein Verhängnis, kein unabänderliches Schicksal, das mir aufgezwungen wird.
Kann jemand, der schon verheiratet ist und einen jungen Mann oder ein junges Mädchen zu verführen sucht, wirklich das geben, was die Liebe verspricht?
Habe ich das Recht, eine Ehe oder eine Familie zu zerstören und mich selbst zum Richter zu machen, indem ich behaupte, dass der andere mit seinem Partner unglücklich ist?
Wie viel Leid werde ich den Kindern des anderen zufügen, wenn ich diese neue Partnerschaft eingehe? In welche Situation werde ich einmal die eigenen Kinder bringen, die ich mit meinem Partner haben werde?
In einer Liebesbeziehung, die unter Bedingungen der Unfreiheit eingegangen wurde, wird es immer viel Leid geben. Wie viele Anstrengungen werden oft unternommen, um vor anderen und vor sich selbst eine Situation zu rechtfertigen, die von Anfang an nicht in Ordnung war. Die tiefste Sehnsucht unseres Herzens und unseres Lebens verlangt mehr als ein Glück, dessen Zukunft von vornherein infrage gestellt ist.

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